Archive for the “Politik” Category
Am Sonntag wurde in Spanien ein Notstandsgesetz ausgerufen. Das erste mal seit der Franco-Diktatur vor 30 Jahren.
Gleichzeitig wurden die streikenden Fluglotsen dem Militärrecht unterstellt, welches erlaubt diese in Sondergerichten ab-zu urteilen.
Und wie reagiert das “soziale” Europa auf diese Nachricht? Es freut sich, dass der Flugbetrieb wieder normalisiert wird. Toll findet man auch, dass die Maassnahmen bis im Januar verlängert wurde, damit man ja auch schön in die Weihnachtsferien nach Spanien kann.
Ob die Spanischen Fluglotsen “im Recht” sind ist hier mittlerweile Egal. Wenn eine Europäische Regierung mit militärischer Gewalt gegen Streikende Vorgeht gibt es seitens der Arbeiterbewegung in Europa eigentlich nur eine Antwort: Generalstreik! Sowas darf nicht geschehen! Niemals!
Bleibt diese Antwort aus, so lässt das nur einen Schluss zu: Die Arbeiterbewegung in Europa ist Tot.
Und noch was, wenn in Zukunft Horrormeldungen aus China wegen des Vorgehens gegen Streikende kommen, dann soll sich hier in Europa aber keiner der lahmen Ärsche darüber mokieren die jetzt in der Weihnachtszeit fett in ihr Flugzeug steigen.
Aber das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Die Arbeiterbewegung wurde immer wieder marginalisiert, kriminalisiert, versklavt, getötet. Und noch immer haben wir am Ende gesiegt. Die Europäischen Politiker (und an ihrer Spitze die “sozialistischen Parteien”) müssen wohl mal wieder erfahren, was der Sinn des Spruches “Wenn dein starker Arm es will, stehen alle Räder still” ist. Europa verlässt gerade den bisher so sicher geglaubten Hafen des “sozialen Staates”. Offensichtlich sind sich die Manager und Funktionäre nicht im klaren was sie da auslösen, wenn sie uns mit sowas um etwa 100 Jahre in der Arbetiergeschichte zurückschicken.
Ihr werdet es lernen.

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Ich wollte ja schon mehrmals an den Chaos Communication Congress fahren. Dieses Jahr hab ich endlich mal keine Ausrede gefunden und bin hin gefahren. Das hat mich ziemlich viel gekostet, aber das war es definitiv Wert.
Ich bin dabei Zweigleisig gefahren. Einerseits Kongress, andererseits Berliner Nachtleben mit meinen Freunden die ebenfalls dort waren. Sie haben das ganze etwas gelassener angegangen und sind meist erst spät Nachmittags am Kongress aufgetaucht, während ich auch nach einer durchzechten Nacht meist um 12h wieder vor Ort war. Daher bin ich wohl am Mate-Konsum-Rekord nicht ganz unschuldig.
Berlin ist nicht umsonst berühmt für sein Nachtleben. Irgendwo ist immer Party , auch um 5 Uhr am Morgen. Und Alkohol ist billig. Kein Vergleich zu Basel. Mein neuer Lieblingsdrink ist der “Mexicana”, ein dem Bloody Mary ähnelnden Drink.
Der Kongress war ein Feuerwerk an Ideen und Erfahrungen. Am meisten Beeindruckt hat mich eine verblüffend einfache Sicherheitslücke in GSM und der MakerBot (der Replikator ist gar nicht so weit entfernt wie ich immer dachte).
Neben den Sensationen war aber auch Zeit mich weiter zu Bilden. Sehr interessiert habe ich mich da für die Hardwaresachen, speziell auch das ganze mobile Zeugs.
Die ganzen Zensur-Sachen interessieren mich nicht so sehr, ich sehe das ganze als ganze als Entwicklung die dieser Staat machen muss um die bestehende Ordnung zu erhalten. Um das Problem zu lösen hilft es nichts, wenn man versucht die Bürgerlichen Freiheiten auf biegen und brechen zu verteidigen, wir müssen das System viel Tiefer angreifen und verändern (Und genau hier finde ich die MakerBot-Idee absolut Genial. Sie versucht die Industrie zu dezentralisieren, was dann notwendigerweise auch die Eigentumsverhältnisse durcheinander würfelt)
Und das wurde am Kongress im Untergeschoss aka Hackzenter getan. Moral erstmal egal, gehackt wird was gehackt werden kann. Vorstellen kann man sich das ganze als einen Grossen Raum mit hunderten (?) Hackern die dicht gepackt an Tischen an ihren Laptops sitzen und irgendwelche Dinge machen. Setz dich hin, pack deinen PC aus, leg los.Gleich dahinter (etwas kleiner) die MusikLounge, wo man sich auf mit dem Laptop auf Sofas breit macht und rauchend/saufend/musizierend sein Ding dreht.
Dann gab es auch noch die kleinen Highligts die einfach Nett waren; Die singende Teslaspule, selbstgebaute Flugmaschienen und noch viele kleine Spielereien.
Ich kann mich daher dieser Twittermeldung anschliessen und Freue mich aufs nächste mal am 27c3.

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Posted by: hanfi in Politik
Die Schweiz hat heute mal wieder bewiesen, dass ihr humanitäres Bild nichts weiter als eine nette Fantasie ist. Minarette sind böse, aber Kriegswaffen verkaufen ist ganz toll.
Wie viele Menschen sind durch Minarette gestorben? Wie viele Menschen sterben durch unsere Waffen?
Bei solch offenem Rassismus bleibt mir immer die Spucke weg. Das schlimme ist; die meisten werden den Rassismus-Vorwurf weit von sich weisen. Sie werden Ausflüchte suchen und sie natürlich auch finden (jede Wette der Jugo wird in den nächsten Wochen am Stammtisch schon irgendwie Schuld sein).
Die Schweiz hat an diesem Wochenende alle Masken fallen lassen. Das Bild da darunter zum Vorschein kommt ist Hässlich. Ein kleinlicher Waffenschieber, der alles fremde Ablehnt und nur auf sein Geld guckt. Die Rechte verweist ja immer auf die Abzocker in den Finanzzentren, die Gewissenslos ihre Interessen durchsetzten. Dieses Volk gibt es tatsächlich. Nur lebt es mitten in Europa und icht im nahen Osten.

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Heute hat das Eidgenössische Zollverwaltung EZV seinen Waffenexportbericht herausgegeben. Nichts Weltbewegendes, aber es gibt auch Lustiges zu berichten. Es zeigt sich, dass die Schweizer Waffenproduzenten gar nicht so blöd sind, es wurden Kilogramm-mässig weniger verkauft, aber dafür mit mehr Gewinn.
Dem Vatikan haben wir für 3800 CHF 474Kg Waffen verkauft. Wobei im Vatikanradio ja Werbung für die Initiative zum Verbot von Waffenausfuhr gemacht wird.Weiss jemand was wir denen dafür gegeben haben? Ich hatte irgendwas mit Sturmgewehr im Kopf, konnte aber keinen Artikel dazu finden.
Am meisten haben wir ja an den Exportweltmeister Deutschland verkauft. Mehr als 1 Milliarde Kg (1 KiloTonne, was für ein schönes Wort). Auch hier zeigt sich, das wir einiges an Miniaturisierung leisten. Fast 300 Tonnen weniger Material bei etwa doppeltem Gewinn. Im Abzocken waren wir schon immer Gut.
Wenn wir gerade von Abzocken reden, die Dänen haben 2008 gerade mal 2/3 des Gewichtes der Deutschen gekauft, aber etwas mehr bezahlt als diese. Hah, reingefallen. Scheint aber so als haben sie es gemerkt, 2009 schaut es wieder besser aus (für die Dänen).
Lustig sind auch die Statistiken über Ex-Jugoslawien, dort scheint es trotz Krieg und so immer noch viel zu wenig Waffen zu geben. Wärend 2008 gerade mal 10Kg nach Montenegro/Serbien/Kosovo giengen, waren es 2009 etwa 1700Kg (Hauptsächlich Kosovo, haben wir dort nicht auch Soldaten? Die machen gute Werbung wie es scheint)
Im ganzen wurden Januar-September 2009 eine Halbe Milliarde durch Ausfuhr von Kriegsmaterial eingenommen. Wie viel haben wir der UBS gerade in den Arsch geschoben? Warum also nicht einfach den Ausfall wegen der Initiative durch die UBS ausgleichen lassen? Sollen die alle Arbeitslosen Anstellen, am Schluss haben sie immer noch was übrig. Wobei…die UBS wird an diesen Geschäften ja auch einiges Verdienen…irgendwer muss ja die Einzahlungen und Kontoführungen der Kriegsherren machen (Doppelt geschröpft! Mit Geld können wir wirklich umgehen. Leider nicht mit Menschenrechten).
Wie gesagt, im Total steht da was von etwa einer halben Milliarde CHF die wir für 5KiloTonnen Material erhalten haben. Der Monatliche Zwischenbericht des Zollamtes führt den Wirtschaftserfolg in Millionen Franken. Ich sehe nicht ein weshalb der Waffenexport da so relevant sein soll, dass durch ein Verbot des Handels irgendwer zu schaden kommt, ausser den Waffenproduzenten. Aber wer Waffen herstellt ist in meiner Sicht sowieso auf dem gleichen Rang wie ein Hitler. Wobei der ganz offen zugegeben hat, dass es ihm darum geht tausende von Menschen zu ermorden, die Waffenlobby versucht das ja zu vertuschen wo es nur geht. Ich verachte diese Leute von tiefstem Herzen oder um es mit Tocotronic zu sagen :”Ihr seid Schweine, Waffenhändler dieser Stadt”.
Daher, ein klares JA zur Initiative für ein Waffenexport-Verbot am 29.11!
Nachtrag: Laut dieser Webseite sagen die Gegner:”Die Unterstützung der Betroffenen koste den Bund 530 Mio. Fr.”. Etwa gerade der Betrag den die Waffenindustrie bisher Eingenommen hat. Da fragt ich mich doch glatt wer die Betroffenen eigentlich sind.

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Ich lese ja seit einiger Zeit den RSS-Feed der Bundesverwaltung. Da gibts immer wieder spannende Neuigkeiten. So auch heute Morgen.
Wasser ist ja ein Problem der Südlichen Länder. Und derjenigen die am Meer liegen. Die Schweiz ist Wasserreich und kann sich daher etwas zurücklehnen? Falsch! Wie Agroscope heute mitteilte:
Drei Monate Sonnenschein und keinen Tropfen Regen. Das ist der Sommer der Zukunft. Schon heute müsste bis zu zehn Mal mehr Fläche bewässert werden, um die trockenheitsbedingten Ernteausfälle zu vermeiden.
tönt nicht gerade gut.
Apropos, wo wir gerade von Wasser reden, kam Gestern ja auch diese Meldung:
Im Kernkraftwerk Beznau erfolgte heute Montagmorgen, 26. Oktober 2009 kurz vor ein Uhr eine Schnellabschaltung des Reaktors von Block 2. Ursache war eine Störung in der Regelung des Speisewassers. Es wurde keine erhöhte Radioaktivität an die Umgebung abgegeben.
Irgendwie wusste ich schon immer, dass die Schweiz kein Sonderfall ist. Wie die anderen haben auch wir Probleme mit dem Klimawandel und Energiesicherheit. Nur scheint bei uns daraus keine politische Diskussion zu entstehen. Wobei Leuenberger ja in Bangkok am Klimagipfel war. Wie die meisten Staaten hat er das Treffen als Erfolg verkauft. Obwohl nix entschieden wurde. Und einen Plan haben die auch nicht. Wir können die Klimapolitik einfach nicht den Politikern überlassen. Die machen nix und verkaufen das als Erfolg.
Manchmal gibts aber auch gute Neuigkeiten. So wie diese hier:
Kaum zu glauben, aber wahr: Aus einer Weinflasche mit Jahrgang 1895 haben Mikrobiologen der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW eine Weinhefe wiederbelebt. Diese Hefe hat man im Herbst 2008 zum ersten Mal nach 113 Jahren Dornröschenschlaf zur Weinherstellung eingesetzt. Die alte Hefe zeigt hervorragende Gäreigenschaften, die entstandenen Weine sind von höchster Qualität und erhielten an anerkannten Degustationen Goldmedaillen.
Na dann, Prost.

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Der BigBrother Award 2009 in der Kategorie Business geht an die Swisscom
Warum? Weil Sie genau das machen was ich damals befürchtet habe, verwenden sie die AGB zum schnüffeln, speichern und wohl noch ganz anderen Niederträchtigkeiten. Ich würde ja lieber heute als Morgen wechseln, aber sind die anderen besser? Ich glaub nicht so recht daran. Zumindest kommen sie nicht in MEIN Netz rein. Eigene Router sind schon was brauchbares, genauso wie eigene DNS-Server. Aber ausser der IWB freut das Schlussendlich keinen so richtig.
Gratulation an die Studentengewerkschaft CUAE die den Preis für den Kampf GEGEN Überwachung und Bespitzelung bekam.

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http://www.dailymail.co.uk/news/article-1221111/Nude-X-ray-scans-scuppered-child-porn-fears.html
Kinder darf man nicht Scannen weil man dann Kinder-Pornographie herstellen würde. Achtung Logik: Erwachsenenpornographie ist erlaubt, also darf man die auch Nacktscannen.
Lustig ist die Begründung aber nicht nur deswegen. Denn so plump sind die dann doch nicht. Es geht darum, dass Nacktscanner “remove a child’s right to dignity” würden. Erwachsene haben kein Recht auf Würde?
Überhaupt ist mir dieses “Haut=Sex=Porno”-Geschwafel ja echt zu wieder. Fundis wo man hin guckt. Ja leben wir den im Mittelalter? Ich will in die Moderne!

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Ich wollte ja zu diesem Thema nichts schreiben, wurde schon vieles gesagt. Aber was in der Deutschen Wikipedia zurzeit abläuft hat mehr mit 1984 zu tun als mit freiem Wissen.
Die Blockwarte haben sich voll durchgesetzt und sind dabei die ganze Webdiskussion zur Zensur in Deutschland zu zensieren (ok, die ganz prominenten Artikel sind noch da, aber was war nochmal #Zensursula, der Abreitskreis gegen Zensur?). Sie nennen diese “Irrelevant”. Das die deutschen Wikipedianer die grösste InternetBewegung in Deutschland seit es das Internet überhaupt giebt einfach mal so in die Tonne tritt zeigt wer dort das Sagen hat. Nicht mehr die freiheitlich Denkenden, sondern Engstirninge Besserwisser ohne politischen Verstand.
Ich habe vor kurzem im Heise-Forum die Theorie geäussert, das hier jemand einen privaten Feldzug führt, aber wenn das so geballt auftritt, ist das nicht mehr privat, das ist eine Medienkampagne gegen die freiheitlichen Internetuser. Lasst euch das nicht gefallen. Wählt die Admins ab! Sonst ist die Deutsche Wikipedia bald auch nicht mehr Relevant (der Löschantrag auf WP wurde ja bereits gestellt).

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Gestern Freitag waren meine Freunde vom Digital Mayhem Produktion Sound System an der village sauvage dabei. 11 Häuser mit je einem eigenen Soundsystem. Das ganze soll jetzt besetzt werden, ich wünsche viel Glück. Wenn ich den Kater dann ausgeschlafen habe, werde ich mal vorbeischauen.
Erstmals haben wir unsere Musik Live ins Netz gestreamt. Hat zwar 2mal mein Freivolumen für datenübertragung gekostet, aber das wars Wert. Soweit ich das gesehen habe, hatten wir etwa 3 Leute die da mal kurz reingehöhrt haben. Für einen Stream der nur per Twitter angekündigt wurde ganz gut. Technisch funktioniert das ganze Problemlos, und ich denke wir werden das in Zukunft noch ausbauen (Webseite, Links, etc).
Freunde von Breakcore können sich die 6 Stunden hier (666MB) reinziehen. DJs waren Dex, Mikki, Georg, Flo, Felix.
Die Party selber war ziemlich Geil. Ich schätze mal zwischen 300 und 500 Personen waren da. Ich kann mich nicht wirklich daran erinnern, wann ich das letzte mal nach Hause gekommen bin als bereits die Trams fuhren, aber das ist ziemlich lange her.
update: Das mit dem Freivolumen ist doch nicht ganz so Schlimm Ich sollte doch öfters mal meine Verträge überprüfen. Habe 256MB nicht 100MB Frei. Somit bin ich ganz knapp unter dem Freivolumen geblieben:
| Dienst |
Inklusiv |
Verbraucht |
Verfügbar |
Aktualisiert am |
| NATEL® liberty mezzo |
256’000 KB |
251’245 KB |
4’755 KB |
29.10.09 17:00:35 |

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sagen die Bürgerlichen immer wieder. Das Gegenteil ist der Fall. Und endlich haben wir auch Fakten dazu. Tote durch Überdosis habliert. HIV Infektionen gerade mal ein Viertel von vorher. Und mit Drogentourismus haben sie auch keine Probleme.

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