Heute hat das Eidgenössische Zollverwaltung EZV seinen Waffenexportbericht herausgegeben. Nichts Weltbewegendes, aber es gibt auch Lustiges zu berichten. Es zeigt sich, dass die Schweizer Waffenproduzenten gar nicht so blöd sind, es wurden Kilogramm-mässig weniger verkauft, aber dafür mit mehr Gewinn.

Dem Vatikan haben wir für 3800 CHF 474Kg Waffen verkauft. Wobei im Vatikanradio ja Werbung für die Initiative zum Verbot von Waffenausfuhr gemacht wird.Weiss jemand was wir denen dafür gegeben haben? Ich hatte irgendwas mit Sturmgewehr im Kopf, konnte aber keinen Artikel dazu finden.

Am meisten haben wir ja an den Exportweltmeister Deutschland verkauft. Mehr als 1 Milliarde Kg (1 KiloTonne, was für ein schönes Wort). Auch hier zeigt sich, das wir einiges an Miniaturisierung leisten. Fast 300 Tonnen weniger Material bei etwa doppeltem Gewinn. Im Abzocken waren wir schon immer Gut.

Wenn wir gerade von Abzocken reden, die Dänen haben 2008 gerade mal 2/3 des Gewichtes der Deutschen gekauft, aber etwas mehr bezahlt als diese. Hah, reingefallen. Scheint aber so als haben sie es gemerkt, 2009 schaut es wieder besser aus (für die Dänen).

Lustig sind auch die Statistiken über Ex-Jugoslawien, dort scheint es trotz Krieg und so immer noch viel zu wenig Waffen zu geben. Wärend 2008 gerade mal 10Kg nach Montenegro/Serbien/Kosovo giengen, waren es 2009 etwa 1700Kg (Hauptsächlich Kosovo, haben wir dort nicht auch Soldaten? Die machen gute Werbung wie es scheint)

Im ganzen wurden Januar-September 2009 eine Halbe Milliarde durch Ausfuhr von Kriegsmaterial eingenommen. Wie viel haben wir der UBS gerade in den Arsch geschoben? Warum also nicht einfach den Ausfall wegen der Initiative durch die UBS ausgleichen lassen? Sollen die alle Arbeitslosen Anstellen, am Schluss haben sie immer noch was übrig. Wobei…die UBS wird an diesen Geschäften ja auch einiges Verdienen…irgendwer muss ja die Einzahlungen und Kontoführungen der Kriegsherren machen (Doppelt geschröpft! Mit Geld können wir wirklich umgehen. Leider nicht mit Menschenrechten).

Wie gesagt, im Total steht da was von etwa einer halben Milliarde CHF die wir für 5KiloTonnen Material erhalten haben. Der Monatliche Zwischenbericht des Zollamtes führt den Wirtschaftserfolg in Millionen Franken. Ich sehe nicht ein weshalb der Waffenexport da so relevant sein soll, dass durch ein Verbot des Handels irgendwer zu schaden kommt, ausser den Waffenproduzenten. Aber wer Waffen herstellt ist in meiner Sicht sowieso auf dem gleichen Rang wie ein Hitler. Wobei der ganz offen zugegeben hat, dass es ihm darum geht tausende von Menschen zu ermorden, die Waffenlobby versucht das ja zu vertuschen wo es nur geht. Ich verachte diese Leute von tiefstem Herzen oder um es mit Tocotronic zu sagen :”Ihr seid Schweine, Waffenhändler dieser Stadt”.

Daher, ein klares JA zur Initiative für ein Waffenexport-Verbot am 29.11!
Nachtrag: Laut dieser Webseite sagen die Gegner:”Die Un­ter­stüt­zung der Be­trof­fe­nen koste den Bund 530 Mio. Fr.”. Etwa gerade der Betrag den die Waffenindustrie bisher Eingenommen hat. Da fragt ich mich doch glatt wer die Betroffenen eigentlich sind.

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