Hetzner hat mir mitgeteilt, dass sie meinen Server nächsten Monat zügeln werden. Daher wird der Server nächsten Monat mal einen Tag offline sein.

Das grösste Problem damit ist der Wegfall des DNS-Servers. Ist kein NS erreichbar, denken viele Mail-Server, dass die Domain nicht existiert, und verwerfen die Mail. Antwortet der NS aber der Mailserver nicht, wird die Mail im Queue für spätere Zustellung behalten.

Das Problem (auch mit anderen PRotokollen) wurde beim design von DNS bedacht. Die RFC diesbezüglich ist eindeutig, Domain-Besitzer MÜSSEN mindestens 2 Authoritative DN-Server bereithalten. Diese sollten in verschiedenen Netzen (AS) beheimatet sein. Ein korolar daraus wäre, dass man NS NICHT auf der Kiste hostet auf der die zu erreichenden Services laufen.

Natürlich gelten diese Regeln immer nur für alle anderen, aber nicht für den Super-Admin Hanspeter. Und jetzt sitze ich in der Tinte. Also woher einen zweiten NS? Im Prinzip brauche ich einfach einen temporären Server, der die Notwendigen Dienste wärend des Umzugs aufrecht hält (DNS, eventuell ein Mail-Proxy?). Zudem kann man diese Gelegenheit auch nützen den betagten Lenny rauszuschmeissen un durch den brandneuen Squeeze zu ersetzen. Squeeze mag noch nicht offiziell Stable sein, aber mein lokaler Squeeze-Server hier macht keine Probleme.

Also woher einen billigen, temporären Zweitserver, den man bei Bedarf hochfährt, und der am besten nichts kosten soll. Amazon to the rescue! in Form von EC2. NAch einer etwas Umständlichen Registrierungs-Prozedur (hey, mein erster Anruf aus den USA…war eine Maschiene), ist die Sache einfach. Einloggen, 10 Minuten nach der BedienerKonsole suchen, Maschienenspezifikationen angeben, und starten. Und schon läuft ein frisch installiertes Fedora irgendwo in den VSA. Kostet mich 0.85$ pro Stunde. Wenn der Server in den nächsten 2 Tagen spuckt, liegt das daran, dass ich die Gelegenheit nutze ein paar Dinge aufzurüsten.

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